Aktuelles
Dritte Abfallverbrennungslinie

 

Mit dem Bau einer dritten Abfallverbrennungsanlage erhöht sich für Twence die Verbrennungskapazität von 300.000 Tonnen auf mehr als 520.000 Tonnen pro Jahr.

Die Erweiterung bietet einige große Vorteile. In den Niederlanden besteht zurzeit ein dringender Bedarf an mehr Verbrennungskapazität, um den landesweiten Überschuss an brennbaren Abfällen abzubauen. Hinzu kommt, dass in der neuen Linie auch Abfälle mit einem höheren Heizwert verbrannt werden können. Die heutigen Anlagen in den Niederlanden können dieses Abfallmaterial nicht verarbeiten, was dazu führt, dass es deponiert werden muss. Dank dieser Erweiterung wird in Zukunft demnach weniger Abfall deponiert und kann mehr Energie erzeugt werden. Dies führt zu einer erheblichen Erdgaseinsparung.

Auch für die Bürger der Region Twente hat die mit dieser Erweiterung einhergehende Kapazitätserhöhung positive Effekte. Die Verbrennungspreise für Haushaltsabfälle bleiben dadurch auch auf längere Sicht auf einem überschaubaren Niveau.

Darüber hinaus ist es dadurch möglich, die Menge der von der AVI erzeugten nachhaltigen Energie nahezu zu verdoppeln.

Der Beschluss zum Bau der dritten Linie datiert aus dem Jahr 2002. Dass die ersten Bauarbeiten erst im Jahr 2006 begonnen haben, ist auf die Unterschiede in den Rechtsvorschriften der einzelnen europäischen Mitgliedsstaaten zurückzuführen. Zu dem Zeitpunkt war das Deponieren brennbarer Abfälle in Deutschland noch erlaubt. Der dadurch verursachte Export von Abfall aus den Niederlanden hat dazu beigetragen, dass eine dritte Linie zum damaligen Zeitpunkt wirtschaftlich nicht durchführbar gewesen wäre. Die Baupläne wurden darum kurzfristig auf Eis gelegt. Twence hat jedoch alle weiteren Schritte im Zusammenhang mit der Beantragung einer Umweltgenehmigung für eine dritte Linie unternommen. Dies im Vertrauen darauf, dass Deutschland früher oder später, wie die anderen EU-Länder auch, ein Verbot für das Deponieren brennbarer Abfälle erlassen würde. Im Juli 2005 war es dann soweit und kam wieder neuer Schwung in das Bauvorhaben.

Für Twence ist es ebenfalls günstig, dass die niederländischen Grenzen zum 1. Januar 2007 für Abfälle aus Deutschland geöffnet wurden. Angesichts der mangelnden Verbrennungskapazität in Deutschland für insbesondere Gewerbeabfälle ist Twence für unsere östlichen Nachbarn ein interessanter Partner. Der Abfall, der in der dritten Verbrennungslinie verbrannt werden wird, stammt zu circa 50 Prozent aus Deutschland.