04 Juni 2009
Durch Nutzung des aus der eigenen Anlage stammenden Dampfes anstelle von Gasbrennern in der Rauchgasreinigung der Abfallverbrennungsanlage ist Twence in Hengelo längerfristig in der Lage, pro Jahr 2,7 Millionen Kubikmeter Erdgas einzusparen. Am Donnerstag, den 4. Juni stellten Theo Rietkerk, Abgeordneter der Provinz Overijssel, und Henk Holterman, Vorstandsmitglied der Wasserbehörde Regge und Dinkel, die Gaszufuhr für die erste Verbrennungslinie ab und öffneten die Dampfleitung. In diesem Herbst wird im Zuge der jährlichen Wartung auch die zweite Verbrennungslinie angepasst.
Die Inbetriebnahme der Dampferwärmung war Bestandteil der offiziellen Übergabe der neuen Umweltgenehmigung für den Standort Boeldershoek von Twence. Diese Genehmigung ersetzt die neun alten Genehmigungen der einzelnen Unternehmensbereiche im Rahmen des niederländischen Umweltschutzgesetzes sowie des Gesetzes zum Schutz oberirdischer Gewässer gegen Verunreinigung.
Bei der Übergabe der Genehmigung betonte der Abgeordnete Rietkerk, wie wichtig es sei, dass Twence damit Raum für diese Art der Anpassungen an der Anlage bekomme. "Diese Anpassung führt zu einer Einsparung von insgesamt 2,7 Millionen Kubikmeter Erdgas. Dies entspricht einer Reduzierung des CO2–Ausstoßes um mehr als 5000 Tonnen pro Jahr und stellt einen enormen Beitrag zur ehrgeizigen Zielsetzung der Provinz Overijssel dar, eine Herabsetzung des CO2–Ausstoßes um 30% im Jahr 2020 zu erzielen. Als Ressortinhaber Umwelt spricht mich dies natürlich sehr an."
Zeiteinsparung
Der Provinzfunktionär wies darauf hin, dass diese neue Genehmigung auch zu einer erheblichen Zeiteinsparung führe, und zwar sowohl für Twence als auch für die Provinz.
“Die Provinz hat jährlich 1500 Stunden für Genehmigungsverfahren von Twence und ebenso viele Stunden für deren Durchsetzung aufgewendet. Mit dieser modernen Genehmigung können wir Zeit einsparen. Auch für die Anwohner hat sich die Situation verbessert. Anhand einer einzigen übersichtlichen Genehmigung ist genau zu sehen, welche Auflagen das Unternehmen zu erfüllen hat.”
“Es handelt sich dabei nicht nur um eine Genehmigung, die klare und fest umrissene Umweltrahmenbedingungen vorgibt, sondern dem Unternehmen auch mehr Verantwortlichkeiten und Aufgaben zuweist,” so Twence-Geschäftsführer Jan Rooijakkers. “War die ‘alte’ Genehmigung häufig auf die Mittel und weniger auf das zu erreichende Ziel ausgerichtet, konzentriert sich die neue Genehmigung mehr auf die Ziele. Das bietet Twence den Raum, um sich als nachhaltiges Unternehmen weiterzuentwickeln und nach Verbesserungen der Arbeitsprozesse und –methoden zu suchen.” Als Beispiel nannte Rooijakkers die Verbesserung der jetzt in Betrieb genommenen Rauchgasreinigung. Anpassungen dieser Art werden laut seiner Aussage in Zukunft unter der neuen Genehmigung in punkto Verfahren einfacher zu realisieren sein.
Zusammenarbeit
Das Vorstandsmitglied der Wasserbehörde, Henk Holterman, betonte, dass die Genehmigungen in ihrer jetzigen Form das Produkt der intensiven Zusammenarbeit zwischen der Provinz, Twence und der Wasserbehörde seien. “Das Ergebnis ist, dass wir jetzt zwei Genehmigungen haben, die optimal aufeinander abgestimmt sind und damit eine Art siamesischer Zwillinge bilden,” so Holterman. “Ich bin froh, dass es jetzt eine einzige Genehmigung für den gesamten Standort gibt, die für alle, d.h. für die Behörden, für das Unternehmen und für das Umfeld, ein erhöhtes Maß an Deutlichkeit schafft." Das Vorstandsmitglied der Wasserbehörde ging auch auf die Dynamik von Twence ein. “Wenn wir an die Errichtung einer Vergärungsanlage und die Gründung eines Bio-Energieparks denken, sehen wir uns selbst in der Rolle eines möglichen Lieferanten von Rohstoffen wie Rasenabfälle.”
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