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Raubvogel-Attrappe: Roboter als Vogelschreck

(Foto: Vincent Jannink ANP Photo)
 
30 Juli 2007

Falkner Robert Musters aus Enschede hat neben seinem Falken und Habicht einen neuen Vogel im Stall. Shikra ist sein Name und er hat die Aufgabe, unerwünschte Vögel zu vertreiben. Bei dem Tier, das nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Balsaholz, Kunstfasern und Metallen besteht, handelt es sich um einen Roboter-Vogel.

Am Montag, dem 30 Juli, stellte Robert seinen mechanischen Vogel der interessierten Presse am Standort Boeldershoek von Twence vor. Dort arbeitet er auch mit den echten Vögeln.

Der Einsatz von Falken ist für Twence eine interessante Maßnahme, um die Belästigung durch Vögel einzudämmen. Diese Tiere durchwühlen die Deponie, wenn dort gearbeitet wird, und verschleppen dabei Abfälle bis in einen weiten Umkreis der Deponie. Die Jagd auf viele Vögel ist verboten, da es sich um eine geschützte Vogelart handelt. Das Vertreiben der Vögel, wie beispielsweise mit Falken, ist jedoch erlaubt. Das Problem ist nur, dass die Raubvögel einen Teil des Jahres nicht eingesetzt werden können, da sie sich dann in der Mauser befinden. Für diese Perioden stellt der Roboter-Vogel eine gute Alternative dar.

Musters hat drei Jahre an der Entwicklung seines mechanischen Vogels gearbeitet. Er ist jetzt so weit, dass das ‘Tier’ wie ein echter Vogel mit den Flügeln schlagend durch die Luft fliegt. Der Falkner will jetzt einen Nachfolger bauen, der vom Äußeren her mehr dem Original ähnelt. Für die Vögel ist dies nicht erforderlich, denn sie empfinden bereits jetzt eine tiefe Ehrfurcht vor Shikra.