Biomasse

Organisches Material, darunter Holz, Biomüll und Dung, dient als Grundstoff für die Erzeugung von 100 % grüner Energie. Biomasse ist der Oberbegriff für all diese Materialien.

Für die Erzeugung von Bioenergie verwendet Twence bewusst nur organische Abfälle, Also keine Biomasse, die speziell zu diesem Zweck angebaut wird und dadurch mit für die Nahrungskette bestimmten landwirtschaftlichen Flächen konkurriert. So führen wir Abfälle einer nützlichen Verwendung zu.

Biomüll
Biomüll besteht aus Abfällen von pflanzlichen Lebensmitteln und Gartenabfällen. Dazu gehören beispielsweise Schalen und Reste von Obst und Gemüse, gekochte Essensreste, Fleisch- und Fischreste, Nuss- und Eierschalen, pflanzliches Öl, erstarrtes Fett, Unkraut, kleiner Hecken- und Baumschnitt, Rasenschnitt und Laub. Biomüll wird getrennt in Biomülltonnen oder -containern gesammelt. Bei Twence erzeugen wir durch Vergärung  Energie aus diesem Material; der verbleibende Rest wird kompostiert. Wir verwenden den Biomüll also zweifach, wodurch wir maximalen Nutzen daraus ziehen.

Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum
Produktionsabfälle oder Ausschuss aus der Lebensmittelindustrie, aber auch Lebensmittel mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum aus den Supermärkten liefern bei einer Vergärung noch viel Energie.
Diese Lebensmittelreste sind nicht oder nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet.

Holz
Altholz, insbesondere gestrichenes und behandeltes Holz, holzige nicht kompostierbare Teile aus unserer Kompostierungsanlage und grobe Teile aus Gartenabfällen dienen als Brennstoff für unser Biomassekraftwerk. Der Prozess verläuft optimal, wenn die Holzteile nicht zu groß sind; darum wird dieses Holz zunächst in 10 bis 50 cm lange Stücke zerkleinert. So können wir den maximalen Energiewirkungsgrad erzielen.

Gülle
Die überschüssige Gülle, die bei den niederländischen Tierhaltern anfällt, eignet sich ausgezeichnet als Ausgangsstoff für die Vergärung und somit für die Erzeugung von Wärme und Strom.

Dung enthält Phosphat, Stickstoff und Kalium – wichtige Basisstoffe für alles, was grünt und blüht. Auch für Nutzpflanzen. In den Niederlanden weist das Erdreich aufgrund des Gülleüberschusses zu viele Phosphate auf, die in das Grundwasser gelangen und hierdurch z. B. unerwünschtes Algen- und Pflanzenwachstum verursachen.

Durch Verarbeitung in großem Maßstab können in möglichst hohem Umfang Energie und Nährstoffe zurückgewonnen werden. Die Anlage, die wir an unserem Standort Elhorst-Vloedbelt in Zenderen errichten wollen, wandelt die Abfälle zu 100 % in grüne Energie und wiederverwendbare Wertstoffe um.

Mehr zum Thema Gülleaufbereitung finden Sie hier.

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Solarenergie

Die direkteste Energiequelle, die wir kennen, ist die Sonne.
Solarenergie ist die Energie, die der Mensch mittels Technologie direkt aus der Sonnenstrahlung erzeugt. Die gängigste Methode hierfür ist die Photovoltaik – die Erzeugung von Energie mithilfe von Solarmodulen. Um die Sonnenenergie wirtschaftlich rentabel nutzen zu können, werden relativ große Solarmodulflächen benötigt.

Zur Nutzung der Sonnenenergie baut Twence Solarparks für Twente. Der erste Solarpark liegt an unserem Standort Boeldershoek in Hengelo. Er liefert seit Mai 2017 Energie.

Mehr dazu lesen Sie hier.

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Restmüll

Hausmüll ist ein Oberbegriff für alle Abfälle, die in einem normalen Haushalt anfallen. Haushalte werden dazu angehalten, die wiederverwertbaren Komponenten ihres Abfalls an der Quelle zu trennen, beispielsweise Glas, Altpapier und Karton sowie Kunststoffe.

Auch bei Unternehmen können vergleichbare Abfallströme anfallen.
Diese Abfälle, aus denen die wiederverwertbaren Fraktionen bereits abgetrennt wurden, sind eine ausgezeichnete Energiequelle.

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Brennbare Abfälle aus Großbritannien

Immer mehr Abfallströme sind wiederverwertbar und brauchen somit nicht mehr verbrannt zu werden. Dadurch ist in den Niederlanden eine Überkapazität auf dem Gebiet der Müllverbrennung entstanden. Um eine Vollauslastung der Anlagen und damit eine ausreichende Energieerzeugung zu gewährleisten, werden brennbare Abfälle aus Großbritannien importiert.

Alle verwertbaren (Roh-)Stoffe werden bereits in Großbritannien aus dem Abfall abgetrennt; ausschließlich die sog. Ersatzbrennstoffe (Refuse Derived Fuel/RDF), die nicht mehr anderweitig verwertbar sind, werden der Verbrennung zugeführt. Etwa ein Drittel der Abfälle, die im Müllheizkraftwerk von Twence verarbeitet werden, stammen aus Großbritannien.

Das Forschungsinstitut CE Delft hat in einer Untersuchung festgestellt, dass der Transport von Ersatzbrennstoffen aus Großbritannien zwecks Erzeugung von Dampf, Wärme und Strom bei Twence besser für die Umwelt ist als die Ablagerung auf einer Deponie vor Ort, was in Großbritannien noch immer gang und gäbe ist. Die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen zu reduzieren, hört schließlich nicht an den Landesgrenzen auf.

In den Berechnungen von CE Delft wurde von einem Transport über die Straße ausgegangen. Dabei wurden alle relevanten Umweltauswirkungen untersucht, darunter die CO2-Vermeidung, der geringere Verbrauch fossiler Brennstoffe und die Emissionen von versauernden Schadstoffen und Feinstaub. Der Umweltnutzen ist zu einem wesentlichen Teil auf die hohe Energieeffizienz der Anlagen von Twence zurückzuführen, denen der sogenannte R1-Status zuerkannt wurde. Wenn die Abfälle per Schiff von Großbritannien zu Twence in den Niederlanden befördert werden, wie es inzwischen der Fall ist, fällt die Bilanz noch positiver aus. Der Containerterminal Twente liegt bei Twence sozusagen vor der Haustür.

Eine britische Studie, die kürzlich vom Büro Eunomia vorgelegt wurde, bestätigt die Ergebnisse von CE Delft. Dabei wurde auch die Alternative der Verbrennung in Großbritannien (mit einem niedrigen energetischen Wirkungsgrad) untersucht. Auch dann ist die thermische Abfallbehandlung in einer europäischen Hochleistungsanlage eine umweltfreundlichere Lösung.

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