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Was ist Feinstaub
Der Begriff Feinstaub ist eine Sammelbezeichnung für allerlei kleine schwebende Teilchen unterschiedlicher Größe, unterschiedlicher Herkunft und folglich mit einer unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung. Feinstaub wird je nach Partikelgröße oder "PM" in Kategorien eingeteilt. PM steht für “particulate matter” (Feinstaub) und gibt den Durchmesser der Staubpartikel an.
Es werden folgende Kategorien unterschieden:
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PM10: Durchmesser <10 μm (u.a. aufgewirbelter Straßenstaub und Abriebpartikel aus Motoren und Bremsen) |
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PM2,5: Durchmesser <2,5 μm (u.a. aus dem Auspuff von Dieselmotoren) |
Darüber hinaus wird zwischen primärem und sekundärem Feinstaub unterschieden. Diese Differenzierung ist auf die unterschiedliche Entstehensweise von Feinstaub zurückzuführen. Primärer Feinstaub entsteht durch Reibung, durch den Wind oder durch Verbrennung fossiler Brennstoffe. Sekundärer Feinstaub entsteht durch eine chemische Reaktion säurebildender Stoffe in der Luft mit Salzen. Sekundäre Teilchen können sich mit primären Teilchen verbinden.
Auf Grund der geringen Partikelgröße kann Feinstaub in der Luft über größere Entfernungen transportiert werden. Er ist grundsätzlich nicht in unmittelbarer Nähe der Quelle anzutreffen. Ungefähr 15% des Feinstaubes in den Niederlanden sind auf inländische Quellen zurückzuführen, wie die Verbrennung in Automotoren, die Industrie und Schifffahrt, die Lagerung und der Umschlag von Kohle und Erz sowie der Ausstoß aus Kraftwerken. Auch Ausstoß aus Haushalten ist möglich, z.B. von Kaminen oder Grills. Circa 30% stammen aus dem Ausland, die restlichen 55% aus natürlichen Quellen (Vulkanausbrüche, aufwirbelndes Meersalz oder (Boden-)staub).
Auswirkungen auf die Gesundheit
Das Einatmen von Feinstaub gefährdet die menschliche Gesundheit, wobei die schädigende Wirkung von der Zusammensetzung und Konzentration abhängt. Konzentrationen, in denen Feinstaub keine Schädigungen hervorruft, gibt es nicht und somit liegt auch kein Grenzwert vor. Feinstaub dringt nur langsam in den Körper ein und kann darum auch langfristig schädlich sein. Die kleinen schwebenden Teilchen dringen beim Einatmen tief in die Lunge ein. Größere Teilchen werden jedoch von der Nase herausgefiltert und über die Schleimhaut ausgeschieden. Das Einatmen von PM2,5 hat darum schwerwiegendere Folgen.
Ist man Feinstaub langfristig ausgesetzt, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen. Feinstaub verursacht die folgenden Probleme: Beschwerden der Luftwege, Husten, Atembeklemmungen und eine verminderte Lungenfunktion. Für bestimmte Risikogruppen besteht eine noch größere Gefahr der Gesundheitsschädigung, wie z.B. Patienten mit einer chronischen Erkrankung der Atmungsorgane, ältere Menschen mit Herz- und Gefäßerkrankungen, Kinder und Personen, die schwere körperliche Arbeit verrichten. Wenn die Luft stark mit Feinstaub verschmutzt ist, leiden nicht nur sehr anfällige Menschen unter Gesundheitsproblemen. Dies wirkt sich dann auf die gesamte Bevölkerung aus. Erhöhte Konzentrationen sind in den Niederlanden in einem Umkreis von 100 m von der Autobahn sowie einem Umkreis von 50 m von städtischen Verkehrswegen zu finden.
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