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Was sind Dioxine
Der Begriff "Dioxine" ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Chlorkohlenwasserstoffen und verwandten Stoffen (Furane). Insgesamt sind 210 unterschiedliche Dioxine und Furane bekannt. Davon sind siebzehn Dioxine giftig. Die giftigste Form ist der (berüchtigte) Stoff TCDD (das ‘Seveso-Dioxin’). Dioxine werden verwendet, um Bakterizide gegen Bakterien sowie Entlaubungsmittel herzustellen. Sie werden bei der Verbrennung von Holz freigesetzt, das zur Konservierung mit Pentachlorphenol behandelt wurde. Auch in Abfallverbrennungsanlagen können Dioxine entstehen, beispielsweise wenn PVC bei einer zu niedrigen Temperatur verbrannt wird.
Jede Feuerstätte produziert Dioxine: also nicht nur Verbrennungsöfen, sondern auch Heizungen von Häusern und Fabriken, die Industrie, der Straßenverkehr, die Verbrennung von Gartenabfällen oder das Grillen von Fleisch. In der Natur wird Dioxin bei Vulkanausbrüchen und Waldbränden freigesetzt. Im Vergleich zur menschlichen Dioxinproduktion handelt es sich dabei jedoch um ziemlich geringe Konzentrationen.
In einer Abfallverbrennungsanlage werden Dioxine heutzutage zusammen mit anderen Schadstoffen mittels Rauchgasreinigung aufgefangen. Bei Verbrennungsprozessen in Anwesenheit von Chlor können noch geringe Dioxinkonzentrationen freigesetzt werden.
Auswirkungen auf Gesundheit und Natur
Die Dioxinverschmutzung ist eine schleichende Luftverschmutzung, sie breitet sich nur langsam aus und ist in der Umwelt unsichtbar. Dioxin wird im Fett gespeichert. Somit nehmen Menschen Dioxine meistens über die Nahrung auf. Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte sind die bekanntesten Dioxinquellen. 90% der menschlichen Dioxinbelastung geht auf diese Lebensmittel zurück. Die restlichen 10% werden über die Atmung aufgenommen. Raucher nehmen mehr Dioxin auf als der Durchschnittsmensch.
Natur
Die aufgenommenen Dioxine sammeln sich im Fettgewebe von Tieren oder im Fett der Milch an. Aus diesem Grunde kommen verhältnismäßig mehr Dioxine in fettreichen Milchprodukten, wie Butter und fettem Käse, in Eiern sowie in fetten Fleisch- und Fischsorten, wie Aal, Hering und Lachs, vor. Tierische Fette enthalten eigentlich immer Dioxine, jedoch fast immer in sehr geringen Konzentrationen. Diese liegen sogar regelmäßig unter der zurzeit bereits sehr niedrigen Nachweisgrenze.
Dioxine können über die Umwelt auf vier unterschiedliche Weisen aufgenommen werden. Erstens können sich Dioxine über die Luft auf beispielsweise Gras ablagern, das als Futter für Kühe dient. Eine zweite Möglichkeit der Verschmutzung ist über den Boden. Dioxinanteile im Boden sind teilweise natürlichen Ursprungs. Grasende Tiere oder freilaufende Hühner fressen auch immer ein wenig vom Boden, wodurch sie leicht mit Dioxinen ‘kontaminiert’ werden. Eine dritte Möglichkeit der Kontaminierung ist über das Wasser. In verschmutzten Gewässern lebende Fische enthalten PCB und Dioxine, in mehr oder weniger akzeptablen Mengen. Eine vierte Kontaminationsquelle ist über das Vieh- und Fischfutter. Von in verschmutzten Gewässern lebenden Fischen stammendes Fischöl und – mehl sind ein gefährlicher Rohstoff für Viehfutter.
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