Warum Gülleaufbereitung?

Die Verschärfung der Gesetze und Rechtsvorschriften auf dem Gebiet der Gülleverarbeitung erfordert die Entwicklung alternativer Verarbeitungsverfahren. Großmaßstäbige Gülleverarbeitungsinitiativen im Süden der Niederlande beweisen, dass es außer der Erfüllung der Gesetze und Rechtsvorschriften noch weitere Vorteile gibt, darunter ein niedrigerer Absatzpreis. Dennoch kommen Initiativen im Osten des Landes nur mühsam voran. Twence beabsichtigt jedoch, Mitte 2017 eine große Gülleaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 250.000 Tonnen zu realisieren.

Gülle enthält den Rohstoff Phosphat, der weltweit knapp und für das Wachstum von (Nahrungs-)Pflanzen unentbehrlich ist. In den Niederlanden weist das Erdreich aufgrund des Gülleüberschusses zu viele Phosphate auf, die in das Grundwasser gelangen und hierdurch z. B. unerwünschtes Algen- und Pflanzenwachstum verursachen.

Mit dem Bau der Gülleaufbereitungsanlage unterstützt Twence den Agrarsektor finanziell und auf dem Gebiet der nachhaltigen Betriebsführung. Darüber hinaus fördert Twence mit der Anlage die Beschäftigung in der Region sowie die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Rohstoffen.

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Aufbereitungsprozess

In der Skizze ist der Aufbereitungsprozess auf der Grundlage der Techniken, die Twence in der Anlage anwendet, dargestellt.

Allgemeine technische Grundlagen:

  • Integrierte Vergärungs- und Trennanlage;
  • Monogüllevergärung: kein Zusatz von Nebenprodukten;
  • Anwendung der besten verfügbaren Techniken;
  • Das geschlossene System und eine solide Betriebsführung verhindern Treibhausgasemissionen und gewährleisten eine möglichst konstante Qualität von Grundstoffen und Biogas.