Das Kompostieren ist ein biologischer Prozess, bei dem organische Stoffe in stabile Humusverbindungen umgewandelt werden. Durch Verdampfung von Wasser und Abbau von organischen Stoffen nimmt der Trockenstoffgehalt zu und das Volumen ab. Dieser Prozess wird auch ‘biothermische Trocknung’ genannt.
Der gesamte Prozess der Kompostierung von Bioabfällen findet bei Twence in geschlossenen Hallen, d.h. im so genannten ‘geschlossenen Verfahren’, statt.
Das ‘frische’ angelieferte Material wird zunächst befeuchtet und gesiebt. Grobe Teile werden zerkleinert. Anschließend wird das Material in Kompostiertunneln gelagert. Bei einer Temperatur von 48°C findet dort die Vorkompostierung statt. Die richtige Temperatur und Feuchtigkeit sowie ausreichend Sauerstoff sorgen dafür, dass Bakterien, Schimmelpilze und andere Mikroorganismen ihre Arbeit erledigen können. Um Krankheitserreger abzutöten und Unkrautsamen unschädlich zu machen, wird die Temperatur zeitweilig auf 60°C erhöht. Nach zehn Tagen entleeren die Baggerführer die Tunnel und lagern das Material in einer Halle zur Nachkompostierung. Dort wird das Material ständig von unten mit Frischluft belüftet, so dass der Kompost gut nachreifen kann. Diese Phase dauert ebenfalls zehn Tage.
Während des gesamten Prozesses sorgen Bakterien und Schimmelpilze in Biofiltern für die Reinigung der abgesaugten Luft.
Letztendlich wird das Material abgesiebt und werden Verunreinigungen, wie Kunststoffe, Eisen, Steine und Glas, entfernt. Was übrig bleibt, ist ein Kompost, der als ausgezeichneter Bodenverbesserer in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden kann.
Grünabfälle
Im Gegensatz zur Kompostierung von Bioabfällen findet die Grünkompostierung im Freien statt. Das Material liegt auf belüfteten Böden und wird regelmäßig gewendet und befeuchtet. Auf diese Weise dauert es 2 bis 3 Monate, bis Garten- und Grünschnittabfälle in Kompost umgewandelt sind.
Auch hier werden nach der Kompostierung des Materials eventuelle Verunreinigungen, wie Steine, Glas, Eisen und Kunststoffe, entfernt. Anschließend wird das Material gesiebt. Es bleiben zwei Endprodukte übrig: Grünkompost von 0 -10 mm, und gröbere Holzschnitzel größer als 10 mm.
Letzteres Material wird als Sekundärbrennstoff, zum Beispiel in unserem zukünftigen Biomasse-Kraftwerk, eingesetzt.
Auf diese Weise können bei Twence jährlich 30.000 Tonnen Grünabfall kompostiert werden.
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